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Mafia 2: Definitive Edition: Remaster enttäuscht verwöhnte Fans

Es ist soweit: Die Definitive Editions von „Mafia II“ und „Mafia III“ sind erschienen. Spieler auf PlayStation 4, XBox One und PC können sich nun ein Bild dieser Neuauflagen machen. Dabei stößt aber gerade das Remaster des sehr beliebten zweiten Teils auf recht harsche Kritik. Besonders die technische Umsetzung sorgt für Enttäuschung.

Kleine, aber feine Unterschiede

Einige Spieler beklagen die eher dezenten grafischen Anpassungen, welche den Titel kaum besser aussehen lassen würden, als die PC-Fassung von 2010. Und tatsächlich sind die visuellen Verbesserungen eher im Detail zu finden. Neben schärfer aufgelösten Texturen und ausgefeilteren Wettereffekten wurden auch Licht- und Schatteneffekte einer subtilen Frischzellenkur unterzogen. Damit sieht das Remaster zwar deutlich besser aus, als auf PlayStation 3 und XBox 360, aber den erhofften Quantensprung, welcher mit dem Remake des ersten „Mafia“-Spiels für den 28. August 2020 versprochen wird, sehen viele Spieler hier nicht.

So mancher Fan der Reihe hatte sogar gehofft, dass der Content, welcher damals der Schere zum Opfer fiel, Teil des Remasters für „Mafia II“ werden könnte – doch das Spiel bleibt vom Umfang auf dem bekannten Stand. Taxifahrten, Waffenscheine oder ein alternatives Ende gibt es also auch diesmal nicht.

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Die Unterschiede liegen im Detail: „Mafia II“ erscheint dezent aufgehübscht als Defintive Edition (Quelle: Cycu1, YouTube)

Licht am Ende des Tunnels

Immerhin dürfen sich Käufer der Definitive Edition über alle DLCs freuen. Das bedeutet, dass die zusätzlichen Spielinhalte „The Betrayal of Jimmy“, „Jimmy’s Vendetta“ und „Joe’s Adventures“ Teil des Gesamtpakets sind. Ebenfalls sind alle zusätzlichen Kostüme und Autos mit dabei, welche damals gegen Bezahlung freigeschaltet werden mussten. Für alle Konsoleros positiv zu erwähnen: Das Remaster unterstützt 4K und HDR, bietet also visuell neue Brillanz. Auch auf dem PC kann der Titel so neu erstrahlen und bietet dazu noch Bildraten jenseits der 30-FPS-Marke. Weiterer Vorteil für Computer-Mafiosi: Wer „Mafia II“ oder „Mafia III“ bereits in der Vergangenheit bei Steam gekauft hat, bekommt die neuen Version für lau. Besser geht’s nicht.

Damit ist „Mafia II: Definitive Edition“ ganz klar die aktuell beste Fassung, um den Titel genießen zu können, selbst, wenn die Änderungen klein erscheinen. Die Neuveröffentlichung von „Mafia III“ hingegen hat weder optische noch spielerische Verbesserungen erhalten. Von einem Remaster kann hier keine Rede sein. Es geht also deutlich liebloser. Zwar ist der dritte Teil erst vier Jahre alt, doch auch hier hätte man minimal an der Technikschraube drehen und vielmehr noch einige der bis heute verbliebenen Bugs ausmerzen können. Chance vertan.

Es bleibt abzuwarten, welchen Eindruck das Remake des 2002er Originals „Mafia“ bei Fans erwecken wird, wenn es Ende August erscheint. An dem Titel wird aktuell immer noch geschraubt, da der Aufwand um ein Vielfaches größer ist. Das bisher veröffentlichte Bild- und Videomaterial offenbart vorab eine dramatische Überarbeitung mit komplett zeitgemäßer Optik und neuen Gameplay-Mechaniken. Zum Einsatz soll hier die Grafik-Engine von „Mafia III“ gekommen sein. Es gibt also Hoffung für alle, die technisch etwas mehr von einem Remaster erwarten.

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Autor: Sebastian Narkus

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