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Ipega 9083S Bluetooth-Gamepad im Test: Erst fummeln, dann daddeln

Smartphones und Tablets haben im Vergleich zu konventionellen Spiele-Handhelds den Nachteil, keine physischen Tasten zu besitzen. Gaming über den Touchscreen ist zwar möglich, aber relativ unkomfortabel und die Finger verdecken Teil des Bildschirms. Fingerabdrücke sind da an der Tagesordnung. Alternativ kann man zu einem OTG-Kabel greifen und so einen klassischen Controller verwenden oder mittels Bluetooth z. B. das XBox-Gamepad verbinden. Wer ein etwas homogeneres Spielgefühl möchte, kann  Tablet und co. aber auch in einen Handheld verwandeln. Dafür gibt es diverse Controller auf dem Markt und genau so einen schauen wir uns im Test an.

Nicht so stürmisch

Getestet wurde das Ipega 9083S mit dem Amazon Fire HD 8″ Tablet (8. Generation). Der Gesamteindruck des Pads ist positiv, um dies gleich vorwegzunehmen. Allerdings war die Einrichtung zunächst etwas fummelig. Da das Gerät sowohl für Android, iOS als auch für Windows verwendet werden kann, gibt es einen entsprechenden Umschalter. War der Schalter nicht auf die letzte Stufe eingestellt (Controller-Symbol), wurde das Gamepad in vielen Spielen und Emulatoren gar nicht erst erkannt. Ebenso kam es bei manchen Emulatoren vor, dass die Schultertasten R2 und L2 als eine einzige Taste erkannt worden sind. Auch Start und Select ließen sich nicht separat konfigurieren. Für diverse Apps wurden daher die L3- und R3-Tasten als Workaround genutzt. Alles in allem war das Gamepad nach etwas Einarbeit aber gut nutzbar. In Titeln wie „Grand Theft Auto: San Andreas“ wurde das Pad sofort gefunden und alle Tasten waren automatisch konfiguriert. Es kommt also immer auf die konkrete Software an.

Die Verarbeitung des Controllers ist nicht makellos, geht aber völlig in Ordnung. Das Gehäuse ist schon robust gehalten, allerdings aus relativ einfachem Kunststoff gefertigt und innen spürbar hohl. Dementsprechend leicht liegt das Pad in der Hand. Verarbeitungsfehler sind im Test allerdings nicht aufgefallen. Die Tasten reagierten gut und bieten auch ordentliche Druckpunkte. Auch die Analogsticks machten eine gute Figur und wirkten nicht minderwertig. Einzig die unteren Schultertasten waren nicht bequem zu erreichen. Die Finger mussten dafür schon ein wenig gespreizt werden. Insgesamt ist die Verarbeitung des 9083S auf jeden Fall brauchbar, nur Premium-Qualität sollte man bei dem Preis nicht erwarten.

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Dem Preis angemessen: Das Gamepad ist ordentlich, aber nicht großartig verarbeitet

Individuell einsetzbar, mit allen Stärken und Schwächen

Das Gamepad lässt sich durch einen Haltearm beliebig weit ausziehen, um verschiedene Tablet- und Smartphone-Größen fassen zu können. Von 5 bis 10 Zoll kann man damit alles einsetzen. Mittels eines arretier- und ausziehbaren Haltesystems sitzt das Gerät sehr sicher und fest im Controller. Dazu sei gesagt, dass Lautstärke-Wippen und sonstige Buttons an den Seiten störend im Weg sein könnten. Bedeutet: Bei Nutzung kann es vorkommen, dass der Controller diese Tasten versehentlich drückt, da die Halterung eben an den Tablet-Seiten anliegt. Dies war jedenfalls beim Amazon Fire-Tablet der Fall. Abhilfe kann man hier mit einem fix gebastelten Abstandhalter schaffen. Dafür reicht selbst ein kleines Stück gefaltetes Papier aus. Das mag nervig und unpraktisch anmuten, aber eine universelle Passform ist bei solchen Geräten kaum möglich, schließlich hat jedes Gerät an individuellen Stellen Powertaste und Lautstärkewippe verbaut. Alternativ kann man Tablet oder Smartphone auch hochkant nutzen.

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Die feinjustierbare Arretierung mit Schließmechanismus sorgt für festen Grip bei jedem Gerät

Mit der Bluetooth-Verbindung kann man übrigens völlig zufrieden sein. Nachdem das Gerät eingerichtet wurde, ist die Verbindung während diverser Spiele-Sessions im Test nie abgebrochen. Auch erkannte das Tablet den Controller automatisch wieder und stellte eine Verbindung her, sobald Bluetooth aktiviert wurde. Hat man also ein mal alles richtig eingerichtet, braucht man sich keine Sorgen mehr zu machen. Eine Akkuladung scheint auch für einige Stunden auszureichen. 3-4 Stunden Spielzeit hat das Gerät mit einer Ladung jedenfalls mühelos gepackt und war dabei immer noch nicht leer. Aufgeladen wird mit einem üblichen Micro-USB-Kabel. Batterien sind nicht notwendig.

Fazit

Ordentlich verarbeitetes Gamepad, das mit etwas Vorarbeit gute Dienste leistet. Die Verbindung funktionierte stets stabil und das Spielgefühl wirkt insgesamt deutlich bequemer, als mit jeder Touchscreen-Steuerung. Ein paar Kompatibilitätsproblemchen und die nur zweckdienliche Anmutung verhindern eine höhere Bewertung. Auch wäre es schön gewesen, Abstandshalter beizulegen, damit nicht versehentlich seitlich liegende Gerätetasten durch die Halterung gedrückt werden. Dennoch ein vernünftiges Pad, das einen Blick wert ist.

Bewertung
3,5 Sterne

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Ipega 9083S Wireless BT Gamepad
Features: Unterstützung von 5-10″ Tablets & Smartphones, arretierbare Halterung, Geräte können horizontal und vertikal genutzt werden
Maße: 24,6 x 16,4 x 6,4 cm
Systeme: Android, iOS, Windows 7, Windows 8, WIndows 10
Preis: ca. 30 Euro

Autor: Sebastian Narkus

Galerie

2 Gedanken zu „Ipega 9083S Bluetooth-Gamepad im Test: Erst fummeln, dann daddeln“

  1. das Gerät funktioniert mit Mehrheit der Apps nicht … zB. Dolphin Emu oder SNES9x .. totaler Schrott .. Finger weg von diesem Gerät

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  2. Android? Iphone? Richtigen Modus (Android, iPhone, XInput) ausgewählt? Der Kommentar ergibt irgendwie wenig Sinn, wenn Sie den Leuten nicht mal mitteilen, auf welchem System Sie das Gamepad ausprobiert haben. Davon abgesehen ist Ihr Kauferlebnis auf Amazon oder anderen Shops besser aufgehoben. Das hier ist kein Shop. Ansonsten sollten Sie sich mit den Problemen an den Händler wenden, bei dem Sie das Gerät gekauft haben.

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