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„RoboCop Returns“: Fortsetzung des Originals mit Peter Weller geplant

Regisseur Neill Blomkamp scheint ein Nostalgiker zu sein: Mit viel Herzblut und Engagement versuchte er vor kurzem noch, eine direkte Fortsetzung zu „Aliens“ (1986) in die Kinos zu bringen. Dieses Sequel, welches „Alien³“ (1992) und die restlichen Serienableger ignorieren sollte, hätte die Rückkehr von Sigourney Weaver und Michael Biehn bedeutet. Gebracht hat alle Träumerei nichts, denn Ridley Scott brachte mit seiner „Prometheus“-Fortsetzung „Alien: Covenant“ (2017) Blomkamps Vision zu Fall. Nun scheint Blomkamp wieder eine heißgeliebte Franchise ins Auge gefasst zu haben.

Mit „RoboCop Returns“ möchte Blomkamp nun eine weitere Sci-Fi-Reihe revitalisieren. Dabei will er hier direkt an das Original von 1987 anschließen. Die Sequels, Serien- und TV-Ableger sowie das Remake sollen ignoriert werden. Natürlich wäre eine direkte Fortsetzung des Originalfilms eine ziemlich unsinnige Angelegenheit, würde man nicht auch Peter Weller miteinbeziehen. Dieser verkörperte in „RoboCop“ (1987) und „RoboCop 2“ (1990) die Menschmaschine in der Identitätskrise. Und tatsächlich wünscht sich Blomkamp niemand anderen als Weller selbst, um erneut in die Blechschuhe von Alex Murphy bzw. RoboCop zu schlüpfen. Man kann Blomkamp nur wünschen, dass er diesmal seine Herzensangelegenheit umsetzen darf. Nachdem das „RoboCop“-Remake mit Joel Kinnaman von 2014 an den Kinokassen eher keinen guten Eindruck machte, bleibt die weitere Entwicklung spannend.

Ob der Film auch zeitlich direkt an den ersten Film ansetzt oder einige Jahrzehnte später angesiedelt sein soll, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Wir halten euch weiter auf dem laufenden.

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Peter Weller als Alex Murphy / RoboCop in Paul Verhoevens „RoboCop“ (1987)

CMTs Eindruck:

Als großer Fan der ersten beiden Filme sehe ich sehr viel Potential in dem Stoff. Die Mischung aus scharfer Satire, harter Action und auch einer Prise Grips taugt immer noch ausgezeichnet für weitere Verfilmungen. Das Remake von José Padilha brachte zwar inhaltlich ein paar neue, interessante Ansätze auf den Tisch, blieb aber was Action und beißenden Witz anbelangt weit hinter der Vorlage zurück. Eine direkte Fortsetzung, die vielleicht sogar den 80er-Stil direkt weiterstrickt, dürfte für viele Fans eine willkommene Entschädigung darstellen. Aber auch eine Geschichte, die Jahrzehnte nach Murphys erstem Einsatz spielt, kann funktionieren. Ganz im Geiste der Vorlage kann man einen gealterten Murphy zeigen, dessen Hardware und biologische Komponenten völlig veraltet sind und förmlich verroten. Damit hätte man dann auch eine Metapher für das Detroit der Neuzeit gefunden.

Bildmaterial: 20th Century Fox

 

 

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