TechCheck, [Produkttest]

Odys Trendbook Next 14 im TechCheck: Notebook für Neueinsteiger

In der Vergangenheit konnte ich viele Erfahrungen mit Tablets und sogar Convertibles machen. Ein waschechtes Notebook habe ich selbst noch nicht besessen. Dies habe ich mit diesem Einsteigergerät ändern wollen und bin angetan, wie viel Leistung man für einen schmalen Taler bekommt.

** Lieferumfang **

Wie bei ODYS üblich, zeigt sich der günstige Preis vor allem beim knappen Lieferumfang. Außer dem Notebook und einem sehr kurzen Stromkabel sind keinerlei nützliche Dinge enthalten. Ansonsten finden sich die obligatorischen Schnellstartanleitungen und Garantiekarten. Eine ausführlichere Anleitung ist Online einsehbar, eine entsprechende App zum Handbuch ist auf dem Trendbook vorinstalliert. Das sehr kurze Stromkabel fällt negativ auf, war doch z. B. das Netzkabel des ODYS Prime Win 10 ein ganzes Stück länger.

** Ersteindruck & Verarbeitung **

Der erste Blick auf Verarbeitung und Haptik fällt recht gut aus. Bei dem Preis zu erwarten, ist hier natürlich nur Kunststoff verbaut. Dieser ist matt gehalten und nicht gummiert. Dies gefällt mir sehr gut, da so Probleme mit Schweiß- und Fettflecken minimiert werden. Das Gehäuse an sich wirkt stabil genug und wie aus einem Guss. Hier und da knarzt das Notebook beim Auf- und Zuklappen. Verarbeitungsfehler oder hässliche Spaltmaße sind glücklicherweise nicht zu finden. Angenehm fallen der große Bildschirm und die gute Tastatur auf. Letztere ist glücklicherweise in normaler Größe vorhanden und die Tasten stehen minimal hervor. Auf ein reguläres Numpad muss man leider verzichten, dies ist aber dennoch per separater Funktionstasten möglich. Ansonsten sei angemerkt, dass das Gerät wirklich äußerst flach ausfällt und ein gutes Gewicht hat, ohne wirklich schwer zu wirken.

Alles in allem ist der erste Eindruck also wirklich gut. Die Qualität entspricht dem Preis, ohne billig zu wirken.

** Bedienung **

Besonders angenehm fällt das schön große Touchfeld auf, welches direkt reagiert und auch eine Gestensteuerung erlaubt. Diese lässt sich allerdings leider nicht im Treiber deaktivieren. Die linke und rechte Maustaste haben gute Druckpunkte, könnten allerdings etwas leichtgängiger ausfallen. Hier ist doch ein wenig Druck erforderlich. Ansonsten kann man natürlich mit einem einfachen Fingerdruck überall auf dem Touchfeld die linke Maustaste simulieren, ohne sie physisch drücken zu müssen. Ebenfalls gut fällt die Tastatur aus, da die Druckpunkte ein angenehmes Feedback geben. Weil die Tasten alle minimal erhöht sind, lässt sich jede einzelne Taste gut spüren. Die kleinen Lücken zwischen den Tasten dürften allerdings eine willkommene Einladung für Staub und Hautschüppchen sein.

Vom internen Speicher sind nur 28 GB nutzbar. Von daher sollte eine Micro-SD Karte Pflicht sein. Ich selbst habe das Gerät vorerst um 8 GB erweitert. Die Speicherkarte wurde zwar erst im zweiten Anlauf erkannt, läuft aber seitdem problemlos. Beim ersten Einstecken wurden wohl die Treiber installiert.

** Leistung & Betrieb **

Die Ersteinrichtung des Geräts ist in zwei Minuten erledigt. Allerdings sollte man auf die Expressinstallation verzichten, um größtmöglichen Einfluss auf die Daten zu haben, welche Windows sammeln möchte. Ein normaler Bootvorgang ist in 30 – 40 Sekunden erledigt. Dies schließt natürlich Bootvorgänge nach Updates aus. Aktualisierungen wurden auf meinem Gerät sehr schnell installiert. Von 90 Minuten Updates, wie von anderen Nutzern erwähnt, wurde ich glücklicherweise verschont. Das mag vielleicht an meiner sehr schnellen Internetleitung liegen. Als Betriebssystem liegt Windows 10 Home in der 32-Bit Version vor. Ein kostenloses 1- Jahres-Abo für das Officepaket von Microsoft ist auf dem Gerät durch eine vorhandene Verknüpfung installierbar.

Leistungstechnisch bin ich vom Trendbook Next sehr angetan. Es ist nicht nur für Office, Streaming und Internet geeignet, sondern auch erstaunlich gut für manche Spiele zu gebrauchen. „Minecraft“, welches bereits vorinstalliert ist, ist absolut spielbar. Auf den höchsten Einstellungen und bei sehr großen, detailreicheren Welten wird das Spielerlebnis allerdings etwas ruckelig. „Asphalt 8″ aus dem Windows Store läuft hingegen auf niedrigen und sogar mittleren Details erstaunlich flüssig. Für kleinere Spielereien zwischendurch ist das Gerät also durchaus zu gebrauchen, nur grafisch aufwändige Programme kann man natürlich vergessen. Beim Spielen wird die Unterseite des Geräts recht warm, ohne bedrohlich heiß zu werden. Programme und Spiele öffnen sich trotz der 2GB RAM schnell und ohne größere Kaffeepausen. Das kenne ich von anderen Geräten mit der Speichergröße auch anders. Weil das Gerät im Innern passiv gekühlt wird, sind absolut keine Betriebs- oder Lüftergeräusche wahrzunehmen. Wer also in Ruhe arbeiten will, ist hier bestens bedient.

** Display **

Mit seinen 14“ bietet das Notebook eine sehr angenehme Größe, bei der man bequem und ohne Augenkrämpfe arbeiten kann. Dank dem IPS Panel überzeugt der Bildschirm mit knackigen Farben und einer ausgezeichneten Schärfe. Mit einer maximalen Auflösung von 1920×1080 Bildpunkten ist das Gerät auf der Höhe der Zeit. Positiv fällt die Blinkwinkelstabilität auf. Zwar wird das Bild von der Seite etwas heller, allerdings bleibt es immer noch scharf und ausgezeichnet zu erkennen. Bei der Helligkeit gebe ich mich mit 30 Prozent zufrieden, welche mehr als ausreichend sind und dazu noch den Akku schonen. Die Nachteile beim Display sind der Umstand, das bei mir minimale Lichthöfe bei Schwarzbild zu erkennen sind und entspiegelt ist der Bildschirm ebenfalls nicht. Nichtsdestotrotz bin ich mit dem Bild sehr zufrieden und in Anbetracht des Preises ist es allemal lobenswert.

** Sound **

Den positiven Eindruck, den das Display vermittelt, können die Lautsprecher leider nicht bieten. Der Klang ist bassarm, eher dünn, aber wenigstens immer klar verständlich. Die maximale Lautstärke ist deutlich zu leise. Warum man die Lautsprecher auf der Unterseite verbaut hat, ist mir ein Rätsel. Vielleicht liegt es daran, dass eine Tischplatte (z. B. aus Glas) unter Umständen als ein Lautstärkeverstärker fungieren kann, da der Klang transportiert wird. Unter dem Panel oder oberhalb der Tastatur hätte man aber auch genug Platz gehabt, um die Boxen zu platzieren. Mit vernünftigen Kopfhörern kann man diesen Problemen allerdings leicht aus dem Weg gehen. Für einfache Youtube-Videos und Spiele reichen die Lautsprecher aber noch aus.

** Akku **

Hier überzeugt das Gerät wieder. Im normalen Betrieb (Office & Internet) sind locker Laufzeiten von 7-9 Stunden möglich. Sofern man allerdings Netflix nutzen oder rechenintensivere Spiele zocken möchte, muss man sich mit 3-5 Stunden anfreunden. Das ist natürlich alles im Rahmen und gerade bei dem großen Bildschirm mehr als verständlich. Wer die Bildschirmhelligkeit auf ein Drittel reduziert und Bluetooth deaktiviert, kann hier die Akkuleistung noch zusätzlich verbessern. Ich bin jedenfalls mit der Leistung zufrieden. Bei der größe des Displays hätte ich weniger erwartet.

** Fazit **

Mit dem Trendbook Next 14 serviert uns ODYS ein schönes Notebook, das dank seinem großen Display, der guten Tastatur und der Multimediaqualitäten überzeugen kann. Für Office, Internet, Streaming und kleinere Spiele ist das Gerät absolut zu gebrauchen. Das schöne und knackige IPS-Display ist ein Highlight. Marginale Abstriche muss man bei den Lautsprechern machen, denn diese sind zu leise und bieten einen recht dünnen Klang. Dafür ziehe ich einen halben Stern ab.

Bewertung:

4,5 Sterne

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